ZiMT Journal Club April 2021: Priv.-Doz. Dr. Ragai Edward Matta / 3D optische Messverfahren in der Zahnheilkunde

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Die rasante Entwicklung der CAD/CAM Technologie ist bereits in vielen Bereichen der Zahnmedizin spürbar. Durch sie lassen sich Fertigungsprozesse im Zusammenhang mit zahnärztlichen Versorgungen in vielerlei Hinsicht genauer und schneller durchführen. Eine Voraussetzung für diesen Erfolg ist die hochpräzise dreidimensionale Übertragung der oralen Strukturen. Heute bezeichnet man diesen gesamten Prozess beginnend mit der Informationserfassung in Form von dreidimensionalen radiologischen Bildern und digitalen Abformungen über die softwaregestützte Planung in allen ihren Fassetten bis hin zur computerbasierten Fertigung der Restauration als digitale Zahnmedizin. Dabei werden konventionelle Arbeitsschritte wie die Abformung und die Modellherstellung durch digitalisierte Verfahren ersetzt. Hierdurch sollen effektivere und modernere Behandlungskonzepte ermöglicht werden, die letztendlich die klinische Versorgung verbessern.

Ziel dieses Forschungsbereiches an der Klinik für Zahnärztliche Prothetik ist die Untersuchung einzelner Arbeitsschritte, um Ungenauigkeiten zu erkennen und die Arbeitsabläufe dahingehend weiterzuentwickeln, diese zu verringern oder auszuschließen. Dabei sollen berührungslose, optische und dreidimensionale Messmethoden in der digitalen Zahnmedizin etabliert werden, die bislang industriellen Fertigungen (Autoindustrie, Flugzeugbau) vorbehalten waren.

 

Biographie

Herr Priv.-Doz. Dr. Ragai Edward Matta ist als Akademischer Oberrat und Oberarzt an der „Zahnklinik 2 – Zahnärztliche Prothetik“ des Universitätsklinikums Erlangen tätig. Sein Weg in die zahnärztliche und wissenschaftliche Laufbahn führte über das Studium der Zahnmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach Abschluss des Studiums wechselte er an die „Zahnklinik 2 – Zahnärztliche Prothetik“ als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und wurde 2012, betreut von Herrn Prof. Dr. Manfred Wichmann, promoviert. Die Ernennung zum Akademischen Rat erfolgte 2014, die Ernennung zum Wissenschaftlichen Leiter der „Zahnklinik 2 – Zahnärztliche Prothetik“ 2015. 2017 etablierte er im Rahmen der Lehre die Curricula Digitale Zahnmedizin zu »Zahngetragenen Restaurationen« und zu »Implantatgetragenen Restaurationen«. 2019 wurde er zum Akademischen Oberrat und Oberarzt ernannt und erhielt im selben Jahr die Venia legendi im Fach »Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde«. Die Habilitation legte er zum Thema »Optische 3D-Messmethoden in der digitalen Zahnmedizin« vor.